Geschichten aus dem Ankleidezimmer – der schwarze Wintermantel

Was für eine Ehre! Ich bin tatsächlich der erste, der dir von dieser Artikelserie „Geschichten aus dem Ankleidezimmer“ erzählen darf.
Ach so, wie unhöflich von mir, nochmals auf Anfang. Darf ich dir meine Wenigkeit vorstellen? Ich bin, ja, man könnten schon fast sagen, der Lieblingsmantel aus Natascha’s Ankleidezimmer. Und genau wie meine Mitbewohner habe auch ich so einiges zu erzählen; wo ich so war, was ich erlebt habe, welches meine Eigenschaften sind und wie du mich modisch ins beste Licht rückst. Und das ist es eigentlich auch schon, das ganze Konzept dieser Artikelserie.
Aber, genug vom Konzept, lass uns doch endlich über mich sprechen, mich, den schwarzen, eleganten Wintermantel.

Die Liebe zum Detail und meinen Eigenschaften

Eine ganz offensichtliche Eigenschaft von mir ist, dass ich mit meinem dicken, schwarzen Stoff meine Besitzerin warmhalten kann, auch wenn sich Schnee auf mir niederlässt. Das wohl eleganteste und speziellste Detail an mir ist ein Knopf auf der linken Kragenseite. An diesem Knopf kann man den Kragen befestigen, so dass es mir das gewisse Etwas verleiht. Ein schwarzer Gurt aus demselben Material, aus welchem ich gefertigt wurde, lässt sich um mich binden und hält meine beiden Mantelseiten zusammen. Und, der Eigenschaften nicht genug, finde ich meine Ärmel ganz toll. Diese sind nämlich etwas weiter geschnitten und erlauben meiner Trägerin auch, einen dicken Pullover unter mir anzuziehen.

Unterwegs mit meiner Ankleidezimmerherrin

Erlebt habe ich so einiges, denn ich habe auch so einige Jährchen auf dem Buckel. Gefertigt wurde ich nämlich im Jahr 2013. Mein schlechtestes Erlebnis hat dazu geführt, dass ich dir noch eine weitere Eigenschaft von mir präsentieren könnte. Und zwar habe ich meine Besitzerin dabei erwischt, wie sie nach einem Ersatz für mich im Shop von Alba Moda gestöbert hat. Obwohl es dort wunderschöne Mäntel gibt, hat sie sich doch entschieden, den Grund, wieso sie einen Ersatz wollte, selbst zu beheben – ein Loch unter dem rechten Ärmel! Etwas in die Jahre gekommen bin ich nämlich, darum hat sich eine Naht gelöst. Dank Natascha’s geschickten Nähkünsten bin ich jetzt wieder ganz und werde (noch) nicht in der Altkleidersammlung landen. Das ist es nämlich, was mit uns Kleidern geschieht, wenn man uns nicht mehr möchte…
Eines der schönsten Erlebnisse war allerdings, als ich in die Kamera von Tiago, der Freund meiner Besitzerin, lächeln durfte – und zwar in der Stadt der Mode und der Liebe – in Paris. Dort, im Jahr, als ich gefertigt wurde, entstand eines der schönsten Fotos von mir (ok gut, von Natascha, aber ich war auch drauf!).

So viel Modewissen steckt in mir

Als Wintermantel falle ich unter die Kategorie „Mäntel“. In Wikipedia werde ich als Jacken ähnliches Kleidungsstück beschrieben, welches einfach ein bisschen länger ist als eine gewöhnliche Jacke – eben ein Mantel. Doch, es gibt noch einiges mehr über mich und meine Artgenossen zu erfahren, als nur „wir sind lange Jacken“.

Zum Beispiel wäre da der spannende, geschichtliche Fact, dass der älteste Mantel, den man zu Gesicht bekommen hat, 5000 Jahre alt ist und von der Gletscherleiche Ötzi getragen wurde. Gefertigt wurde dieser Mantel aus Grashalmen.
Geschichtlich haben wir Mäntel eigentlich so einiges mitgemacht, denn schon früh wurden wir getragen und geliebt. Mal etwas länger, mal etwas kürzer, mal nur von Männern und dann wieder von Frauen. Dir jetzt alle geschichtlichen Ereignisse aufzulisten, würde dann wohl den Rahmen dieser Erzählungen sprengen, darum zu den eigentlichen Fakten.

Uns Mäntel nämlich gibt es in verschiedensten Ausführungen. Sie reichen von dem bekannten Trenchcoat, der gerne in den Übergangsjahreszeiten getragen wird, dem Cape, einem ärmellosen Mantel bis hin zum Dufflecoat mit Knebelverschlüssen und mir, dem Wintermantel. Und, das aller schönste an uns Mänteln ist doch; uns kann jeder tragen, von gross bis klein, alt und jung, Männlein und Weiblein – aus dem Ankleidezimmer sind wir nicht wegzudenken.

Kaufen? Kann man mich nicht mehr, da ich ein in die Jahre gekommenes Modell von 2013 bin. Vielleicht findest du einer meiner Kollegen noch in einem Secondhand Shop oder auf dem Flohmarkt, doch in einer Modeboutique sicherlich nicht. Dafür gibt es andere, wunderschöne Artgenossen von mir, die fast genau so aussehen, wie ich. (Auch wenn ich der schönste von allen bin und bleibe… 😉 )

So, nun aber genug von mir und dem Konzept dieser Serie, zumindest für den Moment. Ich bin müde und möchte meine Nähte und Stofffasern etwas ausruhen. Es war mir eine Ehre, mit dir Bekanntschaft zu machen und dir etwas über mich erzählen zu dürfen. Vielleicht sehen wir uns ja bald wieder. Au revoir!

Der schwarze Wintermantel aus Natascha’s Ankleidezimmer

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